«Jedes Spiel hat seine Geschichte»
Heute spielt Volley Düdingen in Neuenburg um den Einzug in die Playoff-Halbfinals. Trainer Markus Foerster erwartet ein ganz anderes Spiel als noch am letzten Samstag, als die Freiburgerinnen die Serie (best of 3) ausgeglichen hatten.
FRANK STETTLER - Freiburger Nachrichten
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eine starke Teamleistung ist gefordert
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Mit einem 3:2-Sieg erkämpften sich die NLA-Volleyballerinnen aus Düdingen am Samstag eine Belle gegen NUC, ein Team, welches in dieser Saison notabene bis in den Viertelfinal des CEV-Cups, des wichtigsten europäischen Wettbewerbs nach der Champions League, vorgestossen war.
Noch ist nichts erreicht
«Natürlich haben sich meine Spielerinnen nach dem Erfolg am Samstag gefreut. Es waren grosse Emotionen. Die meisten sind aber genug lange dabei, um zu wissen, dass ein gutes Spiel in einer Playoff-Serie allein noch nichts heisst», sagt Trainer Markus Foerster. «Mit diesem Sieg können wir uns noch nichts kaufen. Erst wenn man eine Serie gewinnt. » Deshalb sei diese Woche schnell wieder ein normaler Trainingsbetrieb eingekehrt, so der Berner weiter. «Wir würden nicht gut daran tun, wenn wir jetzt etwas ändern würden. Dafür gibt es keinen Grund.»
NUC: Mit einem besseren Block Düdingens
Angreiferinnen stoppen Details haben am Ende die Partie zu Gunsten von Düdingen entschieden », sagte NUC-Trainer Philipp Schütz gegenüber der Zeitung «L’Express». Dem Umstand, dass die Neuenburgerinnen vergangenen Freitag erst rund 24 Stunden vor der Partie in der Leimacker-Halle aus Russland, wo sie aus dem Viertelfinal des CEV-Cups ausgeschieden waren, nach Hause kamen, wollte der Freiburger keine allzu grosse Bedeutung beimessen. Vielmehr sah Philipp Schütz Mängel beim Stellen des Blocks.
Das Publikum im Rücken «Düdingen hat achtmal einen Angriff geblockt, wir sechs. 1,2 Blocks pro Satz sind zu wenig.» Einer der Schlüssel zum Sieg ist deshalb für den NUC-Trainer Schütz, «die Angreiferinnen von Volley Düdingen zu stoppen». Um dieses Unterfangen in die Tat umsetzten zu können, wurde darauf im Training das Hauptaugenmerk gelegt. Schütz zählt heute nicht zuletzt auf die Heimstärke seines Teams. Von 13 Heimspielen (inklusive Europacup) verloren die Neuenburgerinnen zuhause nur deren drei. «In der eigenen Halle war bisher alles ein bisschen einfacher. Ich hoffe, dies ist auch am Donnerstag so. Ich zähle auf die Unterstützung des Publikums. Dieses Spiel ist wie ein Final.» |
Seit dem letzten Wochenende wurde in den Übungseinheiten wie gehabt gearbeitet. «Wir haben das eine oder andere Detail angeschaut, um zu sehen, was wir noch verbessern können», so Markus Foerster. In der Spielanlage an sich bleibt indes alles beim alten. «Zwischen den Teams gibt es keine grossen Geheimnisse und Überraschungen mehr. Die Spielerinnen kennen sich. Und dennoch wird es am Donnerstag im Vergleich zu Samstag ein ganz anderes Spiel geben », ist sich Foerster sicher. «Jedes Spiel hat seine Geschichte. Aus diesem Grund dürfen wir uns nicht an unserem Sieg festhalten. Es war eine tolle Partie für alle – ausser natürlich NUC, kein Zweifel. Aber das Spiel war am Samstag um 22 Uhr zu Ende. Am Donnerstag um 20 Uhr fängt eine andere Geschichte an.»
So sei etwa in der Halle in Neuenburg ganz anders zu spielen. Markus Foerster ist sich jedoch sicher, dass auch sein Gegenüber Philipp Schütz trotz der Niederlage nicht jedes Detail über den Haufen werfen wird. «Neuenburg wird Dinge anpassen, mehr nicht.»
Klar verteilte Rollen
Volley Düdingen glaubt an seine Chance, den Exploit wiederholen zu können. «Die Ausgangslage hat sich nicht verändert. NUC war toller Qualifikations- Zweiter und steht unter Druck. Sie müssen unbedingt gewinnen, konnte man in der Presse lesen. Ein Sieg der Neuenburgerinnen wäre normal und wird deshalb erwartet», so Markus Foerster, über dessen Zukunft im Verein noch nicht gesprochen wurde, weiter. «Wir sind der Underdog. Die Rollen sind klar verteilt, obwohl die Teams sich spielerisch sehr nahe sind. Die Tagesform wird entscheiden.»
Für Düdingen steht heute um 20 Uhr eines der wichtigsten Spiele der Club-Geschichte bevor. Der Einzug in die Halbfinals würde gar die Tür zur europäischen Bühne öffnen. «Europacup heisst gleichzeitig Ausgaben. Das ist noch kein Thema. Auch nicht der mögliche Halbfinal-Gegner Franches- Montagnes, der wieder auf Augenhöhe mit uns wäre. Weiter als an die Partie bei NUC zu denken, ist Nonsens», gibt sich Foerster kategorisch.