Scheizer Cup, Frauen, Viertelfinals
(Si) In den Cup-Viertelfinals der Volleyballerinnen sind drei der vier NLA-Spitzenklubs ausgeschieden. Während Schaffhausen das Topspiel in Köniz 3:2 gewann, scheiterten Voléro Zürich beim NLB-Klub Bellinzona und Aesch-Pfeffingen bei Toggenburg. Vierter Halbfinalist ist der VBC Biel, der Aufsteiger Düdingen bezwang.
Im Duell der punktgleichen NLA-Spitzenreiter sah Köniz vor 550 Zuschauern lange wie der sichere Sieger aus. Schaffhausen hatte dessen druckvollem und variantenreichem Angriffsspiel vorerst nichs entgegen zu setzen und musste sich im zweiten Satz (25:8) richtiggehen deklassieren lassen. Doch nach der Pause kam die von niemandem mehr erwartete Wende. Während die Bernerinnen mehr und mehr aus dem Tritt gerieten, steigerte sich Kanti kontinuierlich und prägte das Geschehen vor allem im vierten Durchgang sowie im abschliessenden Tiebreak unangefochten. Und so war das Verdikt schliesslich logisch -- zwei Sätze für Köniz, einer mehr (und damit der Sieg) für die Schaffhauserinnen.
Letzte Saison hatten Voléro und Bellinzona zwar beide in der NLA, aber doch in zwei verschiedenen Welten gespielt. Während für die Zürcherinnen die Champions League das Schaufenster war, kämpften die schliesslich abgestiegenen Tessinerinnen ständig ums sportliche und vor allem finanzielle Überleben. Auch im sonntäglichen Cupfight sprach trotz dem Verlust des ersten Satzes lange alles für Voléro. Im vierten Durchgang und vor allem im Tiebreak gelang Bellinzona aber plötzlich fast alles und den immer nervöser werdenden Gästen praktisch nichts mehr, sodass nach 104 Spielminuten die Sensation perfekt war.
Aesch-Pfeffingen hat die beiden Meisterschaftsspiel gegen Toggenburg ohne Satzgewinn gewonnen und den Ostschweizerinnen auch in den vier vorhergehenden Partien nie mehr als einen Satzgewinn zugestanden. Im Cup-Viertelfinal vom Sonntag war aber für einmal alles anders. Während die Baslerinnen nie zu ihrem gewohnten Spiel fanden, gelang für einmal dem Aussenseiter fast alles. Toggenburg verdiente sich den Erfolg mit einer starken kämpferischen und für einmal während dem ganzen Spiel konstanten Leistung.
Für das einzige erwartete Resultat war der VBC Biel mit seinem 3:1-Auswärtssieg bei Aufsteiger Düdingen besorgt. Männer-Nationaltrainer Michel Bolle hatte an diesem Wochenende voll auf den Cup gesetzt und seine Leistungsträgerinnen am Vortag in Cheseaux geschont. Dies zahlte sich aus, waren die Seeländerinnen doch mit Ausnahme des dritten Satzes meist klar tonangebend. Düdingen wiederum schien die Strapazen seines samstäglichen Marathon-Matches (136 Spielminuten!) gegen Franches-Montagnes noch nicht verkraftet zu haben und erreichte selten sein gewohntes Rendement.
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